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Wir arbeiten als Rechtsanwälte in einer Bürogemeinschaft und bilden keine Sozietät

Achtung

Mit dem ewigen Widerrufsrecht ist zwar seit dem 21. Juni 2016 Schluss für Altverträge, die vor dem 10. Juni 2010 geschlossen wurden, für neuere Verträge gilt es aber weiterhin.

 

Verbraucher können für ihre ganz alten Verträge keinen Widerruf mehr erklären, selbst wenn die Widerrufsbelehrung fehlte oder unrichtig war. Der Bundestag hat am 18. Februar 2016 beschlossen, das Widerrufsrecht für Verträge aus den Jahren 2002 bis 2010 auslaufen zu lassen, um Rechtssicherheit für die Banken herzustellen. Es gibt nun  einen festen Zeitpunkt  – den 21. Juni 2016 –, nach dem Kreditnehmer den Widerruf nicht mehr erklären können. Anlass ist die Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie.

 

Das Gesetz ist am 21. März 2016 in Kraft getreten. Der entsprechende Gesetzestext (Artikel 229 § 38 Absatz 3 EGBGB) lautet wie folgt:

 

 „(3) Bei Immobiliardarlehensverträgen gemäß § 492 Absatz 1a Satz 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs in der vom 1. August 2002 bis einschließlich 10. Juni 2010 geltenden Fassung, die zwischen dem 1. September 2002 und dem 10. Juni 2010 geschlossen wurden, erlischt ein fortbestehendes Widerrufsrecht spätestens drei Monate nach dem 21. März 2016, wenn das Fortbestehen des Widerrufsrechts darauf beruht, dass die dem Verbraucher erteilte Widerrufsbelehrung den zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses geltenden Anforderungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs nicht entsprochen hat. Bei Haustürgeschäften ist Satz 1 nur anzuwenden, wenn die beiderseitigen Leistungen aus dem Verbraucherdarlehensvertrag bei Ablauf des 21. Mai 2016 vollständig erbracht worden sind, an dernfalls erlöschen die fortbestehenden Widerrufs rechte erst einen Monat nach vollständiger Erbringung der beiderseitigen Leistungen aus dem Vertrag.“

 

Sie wollen Ihren Immobilienkredit ohne Vorfälligkleitsentschädigung unfinanzieren und Zinsen sparen oder sogar für Ihren bereits getilgten Kredit Zinsen zurückbekommen? Ziehen Sie den "Widerrufs-Joker" - Wir helfen Ihnen dabei.

Gegenwärtig sind die Zinsen historisch niedrig. Ärgern auch Sie sich daher über Ihre hohen eigenen Kreditzinsen und überlegen, ob Sie für Ihre Baufinanzierung Zinsen sparen können? Aber auch Ihre Bank verlangt für die Umschuldung innerhalb der Zinsbindungsfrist eine hohe Vorfälligkeitsentschädigung, durch die sich die Umschuldung für Sie nicht mehr rechnet?

 

80 % aller Widerrufsbelehrungen für Baukredite sind fehlerhaft:

Laut Stiftung Warentest sind die Widerrufs­belehrungen der Banken und Sparkassen bei fast 80 Prozent aller Immobilienkredite fehler­haft. Das haben Verbraucherzentralen und Anwälte bei Prüfung von fast 10 000 Verträgen heraus­gefunden. Bauherren und Wohnungs­käufer können tausende Euro Zinsen sparen, wenn sie ihre Kredit­verträge widerrufen, statt sie zu kündigen und dann zu den neuen, historisch niedrigen Zinsen weiter finanzieren. Oft muss die Bank noch zusätzlich Geld erstatten.

 

Recht­licher Hintergrund:

Seit November 2002 steht Verbrauchern auch bei Abschluss von Immobilien­kredit­verträgen immer ein Widerrufs­recht zu. Die Banken müssen über das Widerrufs­recht und vor allem den Beginn der Widerrufs­frist richtig und verständlich informieren. Das klingt einfach, ist es aber ganz und gar nicht. Die recht­lichen Zusammenhänge sind kompliziert. 


Es gibt eine Vielzahl von Urteilen zu fehlerhaften Widerrufsbelehrungen. Dabei geht es um unterschiedliche Verträge, bei denen der Verbraucher nicht ordnungsgemäß belehrt wurde – von der Lebensversicherung bis hin zum Kaufvertrag im Internet. Diese Rechtsprechung kann auch auf Baufinanzierungen übertragen werden. Da die Widerrufsbelehrungen der Banken unterschiedlich waren, muss aber jede Belehrung gesondert betrachtet werden. Insofern werden Sie bei einem Widerruf Ihres Darlehens mit heftigem Widerstand des Geldinstituts rechnen müssen.

 

„Ewiges“ Widerrufsrecht, das sich finanziell lohnt:

Für betroffene Kreditnehmer erfreuliche Folge einer fehler­haften Widerrufs­belehrung ist, dass sie ihren Vertrag ewig widerrufen können. Selbst nach Umschuldung, Tilgung oder sons­tiger Abwick­lung ist der Widerruf u.U. noch möglich. Er bringt Betroffenen fast immer viele Tausend Euro; gar nicht selten sind 30.000 Euro oder sogar noch mehr drin. Haupt­grund: Die Zinsen sind jetzt sind viel nied­riger als in den vergangenen Jahren.

Beispiel: Wer vor vier Jahren ein Darlehen von 200.000 Euro mit 5% Zinsen, einer Rate von 1.000€ pro Monat und einer Zinsfestschreibungszeit von 15 Jahren aufgenommen hat, kann ca 85.000€ Zinsen sparen, wenn er heute (11.2014) zu 2% umfinanziert.

 

Das Widerrufsrecht eines Verbrauchers erlischt selbst bei vollständig erfolgter Rückzahlung nicht, wenn Darlehensablösung ab dem 01. Januar 2003 erfolgt ist.

 

Vorfälligkeits­entschädigung

Wer seinen Kredit etwa wegen des Verkaufs von Haus oder Wohnung oder zur Umfinanhzierung kündigen will, muss der Bank noch eine Vorfälligkeits­entschädigung zahlen. Sie soll der Bank den Verlust der bis zum Ende der Zins­bindungs­frist fälligen Zinsen ausgleichen. Die Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung hängt vor allem vom Unterschied zwischen vereinbartem und aktuell üblichem Zins­satz sowie der verbleibenden Dauer der Zins­bindung ab. Z.B. für einen vor ein paar Jahren abge­schlossenen und jetzt gekündigten 200.000 Euro-Baukredit errechnen sich Vorfälligkeits­entschädigungen von bis zu fast 40.000 Euro. Die Vorfälligkeits­entschädigung fällt weg, wenn der Kreditnehmer seinen Vertrag nicht kündigt, sondern wirk­sam widerruft. Ist die Vorfälligkeits­entschädigung bereits gezahlt, hat die Bank den Betrag u.U. zu erstatten.

Sie wollen/können kein Geld für Ihren Anwalt ausgeben? Wir arbeiten auch auf reiner Erfolgsbasis: Sie bezahlen uns nur, wenn Sie etwas gewinnen. Rufen Sie uns an 0211-94 94 14 10 oder mailen uns hp(at)RA-Piepenbrock.de

 

Anwälte dürfen ein Erfolgshonorar vereinbaren, wenn der Auftraggeber aufgrund seiner wirtschaftlichen Verhältnisse bei verständiger Betrachtung ohne die Vereinbarung eines Erfolgshonorars von der Rechtsverfolgung abgehalten würde. In einem gerichtlichen Verfahren darf dabei für den Fall des Misserfolgs vereinbart werden, dass keine oder eine geringere als die gesetzliche Vergütung zu zahlen ist, wenn für den Erfolgsfall ein angemessener Zuschlag auf die gesetzliche Vergütung vereinbart wird. Gerichtskosten und evtl. der Bank zu erstattende Anwaltskosten bleiben bei Prozessverlust unberührt.

 

Wir besprechen mit Ihnen gemeinsam, ob die Vereinbarung eines Erfolgshonorars in Ihrem Fall zulässig ist.

 

Sie haben eine Rechtschutzversicherung? Wir klären mit ihr die Kostenübernahme.

 

Wenn wir für Sie tätig werden sollen, können -sie uns die Arbeit erleichtern, indem Sie unserer Datenblatt herunterladen, es ausfüllen und es an uns zurückschicken (möglichst auch als Word-Dokument per Mail). Wir rufen Sie dann zurück und besprechen alles Weitere mit Ihnen. Gern können Sie uns natürlich auch zuerst anrufen.

Rechtsanwalt Piepenbrock Datenblatt zur Prüfung einer Widerrufsbelehrung
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Rechtsanwalt Piepenbrock Datenblatt zur Prüfung einer Widerrufsbelehrung
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Sie bestimmen selbst, was wir für Sie tun. Sie können unsere Arbeit in drei Module aufteilen:

 

Bei der Verbraucherzentrale Hamburg bekommen Sie eine Prüfung für 70€, müssen dafür aber ca. 14 Wochen warten. Allerdings gilt hier „Zeit ist Geld“. Bei einer Umfinanzierung von 200.000 € mit 2% Zinsvorteil p.a. sparen Sie innerhalb von 12 Wochen 923,00 €.

Einige Anwälte werben mit „kostenloser Prüfung“ – schauen Sie dort bitte genau, was Sie dort kostenlos bekommen. Mitunter geht es nur um „Kundenfang“.

 

 

Mit dem  ersten Schritt erhalten Sie eine Prüfung und Auswertung Ihres Vertrages.

Wenn Sie es wünschen, fertigen wir Ihnen ein anwaltliches Argumentationsschreiben für Ihre Bank innerhalb von zwei Wochen und Sie verhandeln selbst mit Ihrer Bank.

Wir unterstützen Sie natürlich jederzeit darüberhinaus auf Ihrenb Wunsch hin bei Ihren Schritten. Sie allein bestimmen somit bei voller Kostentransparenz und ohne dass wir Sie zu irgendetwas drängen, was wir für Sie tun:

 

  

1. Schritt:

  Prüfung und ggfs. anwaltliches Argumentationsschreiben für Ihre Bank 

  • Sie geben uns schriftlich oder per Mail die erforderlichen Informationen und schicken uns Ihre Kredit- und Abrechnungsunterlagen.
  • Wir prüfen Ihre Kreditunterlagen auf Fehler der Bank.
  • Wir geben Ihnen eine rechtliche Bewertung Ihres Falles und Ihrer Chancen auf eine Erstattung der zu viel gezahlten Beträge (einschließlich Prozesskostenrisiko).
  • Wir geben Ihnen auf Wunsch ein detailliertes anwaltliches Argumentationsschreiben für Ihren konkreten Fall zur Verhandlung mit Ihrer Bank.
  • Spätestens zwei Wochen nach Vorlage aller Unterlagen halten Sie unsere Ergebnisse in Händen.
  • Sie verhandeln allein mit ihrer Bank auf Basis unseres Argumentationsschreibens und dem Hinweis, dass wir für Sie „Gewehr bei Fuß stehen“.
  • Soweit Sie sich mit Ihrer Bank einigen, überprüfen und kommentieren wir gern abschließend noch den von der Bank formulierten Vergleichstext, sofern Sie dies wünschen.

 

 

Im zweiten Schritt übernehmen wir die außergerichtliche schriftliche und/oder telefonische Auseinandersetzung mit Ihrer Bank. 

 


2. Schritt

Außergerichtliche schriftliche und/oder telefonische Verhandlung mit Ihrer Bank

  • Falls Sie nicht allein mit der Bank verhandeln möchten oder sich nicht mit ihr einigen, unterstützen wir Sie gern auch dann.
  • Wir bestellen uns als Ihr Anwalt gegenüber der Bank und widerrufen den Vertrag bzw. fordern eine Konditionenänderung.
  • Wir prüfen Gegenschreiben der Bank und erwidern schriftlich.
  • Gegebenenfalls werden wir telefonische Verhandlungen mit der Bank führen.

 

 

 

 

Soweit erforderlich und von Ihnen gewollt, übernehmen wir natürlich auch die gerichtliche  Geltendmachung Ihrer Ansprüche

 

 

3. Schritt

Gerichtliche Geltendmachung Ihrer Ansprüche

  • Sollte auch nach unserem Tätigwerden keine Einigung mit Ihrer Bank erzielt werden, mit der Sie zufrieden sind, werden wir nach ausführlicher Besprechung der Erfolgsaussichten mit Ihnen gern Ihre Ansprüche auch gerichtlich durchzusetzen versuchen.

 

 

 

Für die Module zwei und drei können wir kein Pauschalhonorar anbieten. Wir haben die Möglichkeit  (beim Gerichtsverfahren grundsätzlich die Pflicht) nach der gesetzlichen Gebührenordnung abzurechnen. Auf Ihren Wunsch vereinbaren wir mit Ihnen ein Erfolgshonorar (s.o.) oder auch ein Stundenhonorar, soweit dies möglich ist. Wenn Sie rechtsschutzversichert sind, übernehmen wir für Sie die Deckungsanfrage.

 

 

Achtung:

Wenn Sie den Kreditvertrag wirksam widerrufen, wird er rückabgewickelt. Die jeweils empfangenen Leistungen müssen zurückgegeben werden.

Sie sind dann verpflichtet, den ursprünglichen Darlehensbetrag mit dem marktüblichen Zinssatz verzinst zurückzuzahlen. Ein marktüblicher Zinssatz lässt sich etwa den Vergleichsstatistiken der Deutschen Bundesbank entnehmen (www.bundesbank.de). Dieser Betrag wird mit den von Ihnen bereits geleisteten Ratenzahlungen, den die Bank mit 2,5% über dem Basiszins verzinsen muss, verrechnet.

Angesichts der für die Bank finanziell sehr nachteiligen Folgen wird sie Ihren Widerruf nicht ohne weiteres akzeptieren. Sie wird voraussichtlich Ihre Forderungen zurückweisen und an dem noch bestehenden Darlehensvertrag festhalten wollen.

Bitte bedenken Sie auch, dass die Bank für die Umschuldung die bestellten Sicherheiten freigeben muss.

Sie werden sich deshalb auf eine möglicherweise längere und aufwendige rechtliche  Auseinandersetzung einstellen und vorbereiten müssen.

Möglicherweise zeigt sich Ihre Bank aber bereit, über die Höhe des Vorfälligkeitsentgeltes zu verhandeln oder Ihnen günstigere Zinsen für die Fortführung des Vertrages anzubieten und einen angemessenen Vergleich zu schließen.

Nach Presseberichten weigern sich einige Banken zurzeit, Verträge über Anschlussfinanzierungen für Kunden abzuschließen, die einen Widerruf ausgeübt haben. Daher sollten Sie sich möglichst frühzeitig um eine Anschlussfinanzierung bemühen.